Jetzt geht’s los!

Rund 5000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder kommen zum nachhaltigen Bundeslager des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) nach Almke

Kassel, den 21. Juli.

Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung ist es endlich soweit: Rund 5000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Deutschland machen sich in diesen Tagen auf den Weg nach Almke bei Wolfsburg zum Bundeslager des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Die Großveranstaltung vom 29. Juli bis zum 7. August auf dem Jugendzeltplatz in Almke ist das erste nachhaltig geprägte Pfadfinderlager in Deutschland. Bewusst mit vorhandenen Ressourcen umzugehen, bedeutet auch, dass viele Mitarbeitende und Teilnehmende mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen werden.

Alle vier Jahre veranstaltet der VCP ein Lager in dieser Größe. „Gerade für die zehn- bis zwanzigjährigen Mitglieder ist das ein besonderes Erlebnis“, sagt VCP-Generalsekretär Gunnar Czimczik. Die Gruppen laden ihre internationalen Partnergruppen ein. So wird in Almke auf einem Gelände von 25 Hektar für zehn Tage eine junge, internationale Zeltstadt entstehen. Zum ersten Mal in Deutschland werden Inhalte und Infrastruktur eines Pfadfinderlagers dieser Größenordnung konsequent nachhaltig ausgerichtet.

Das stellt hohe Ansprüche an das Versorgungsteam: Gesund und lecker, ökologisch produziert, aber auch nicht zu teuer soll es sein. Dafür arbeiten die Lebensmittelversorger mit knapp 50 Lieferanten aus der Umgebung zusammen. Voraussichtlich werden sieben Tonnen Brot und 100.000 Brötchen, vier Tonnen Fleisch und 40.000 Würstchen gegessen. Ungefähr neun Tonnen Kartoffeln sollen selbst geerntet werden. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder werden selbst zur Ernte auf die Felder gehen. Über 90 % der ökologisch angebauten Lebensmittel kommen aus der direkten Umgebung von Wolfsburg. Die Landfrauen aus Wolfsburg kochen seit vergangenem Sommer 1.000 Gläser voll verschiedener Marmeladen und Gelees, auch der Honig stammt von Bienen aus der Umgebung.

Spielidee macht das Konzept erlebbar

Um das Nachhaltigkeitsprinzip für Kinder und Jugendliche greifbar zu machen, gibt es eine Spielidee: Zehn Städte, die an einem See liegen, haben durch Monopolwirtschaft und Raubbau an der Natur einen ökologischen Kollaps herbeigeführt. Der Wasserstand des Sees ist so gesunken, dass er nicht mehr zu Transportzwecken befahren werden kann. Die Ressourcen werden knapp. Jede Stadt ist nun auf sich allein gestellt und schickt ihre Bewohnerinnen und Bewohner (die Teilnehmenden) in die anderen Städte, um dort neue Handwerkskünste zu erlernen. Jede „Stadt“ bietet Workshops zu verschiedenen Themen an. Auf diese Weise sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der zehn Tage viel lernen und erleben.

Für dieses Projekt konnte der VCP einen versierten Schirmherrn gewinnen: den ehemaligen Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer. Er ist Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam.

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